Nach der Insolvenz: Fortführung von TIMM im Pay-TV?
Es ist stiller geworden um die Zukunft des Schwulensenders TIMM. Drohte dem Sender kurz nach der Insolvenz bereits die Abschaltung, so denkt man nun offenbar über einen Wechsel ins Pay-TV nach.
Eine konkrete Stellungnahme zum Fortbestand des Spartensenders TIMM, der sich vor allem an ein schwules Publikum richtet, steht weiterhin aus. Dennoch: Nachdem dem Sender bereits einen Tag nach Bekanntwerden der Insolvenz des Betreibers Deutsche Fernsehwerke die Abschaltung gedroht haben soll, ist der Kanal noch immer auf Sendung; auch die abendlichen Nachrichten "TIMM Today" werden weiterhin aktuell produziert. Man gibt sich kämpferisch – und denkt nun offenbar auch über einen Wechsel des Geschäftsmodell nach.
Demnach hat man bei TIMM wohl eine Fortführung im Bezahlfernsehen ins Auge gefasst. Derzeit werden die Zuschauer per Newsletter und auch auf der Homepage in einer Umfrage gefragt, ob sie TIMM auch weiterhin die Treue halten würden, "wenn Deutschlands erster und vor allem einziger Sender für schwule Männer ein Pay-TV-Sender wäre". TIMM startete am 01. November 2008 und hat sein Programm drei Monate später auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgebaut. Am 26. Januar 2010 wurde bekannt, dass die Deutsche Fernsehwerke als Betreiber von TIMM einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestartet hat. Mitten in der Wirtschaftskrise gestartet hatte TIMM vor allem mit der Krise auf dem Werbemarkt zu kämpfen. Dem würden Pay-TV-Gebühren entgegen kommen. Im Zuge des Insolvenzantrags wurden auch Kritikerstimmen laut, wonach TIMM mit etlichen Wiederholungen von alten Sendungen wie dem "Denver Clan" an der eigentlichen Zielgruppe vorbei sende.
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