Für unsere Reihe "TVIP-Der Report" schreibt heute Mona Sharma. Sie beschreibt einen Tag bei "switch reloaded" in der Rolle der Melanie Schwackowiak.
Heute drehen wir drei Sketche von jeweils drei Minuten an einem Tag. Bei den vielen Einstellungen, Umbauten und Locationwechseln, ein heftiges Pensum. Wir sitzen auf unserer Couch, ich bekomme eine Kippe und eine Flasche Bier in die Hand gedrückt. Die Kippe muss in den Mund und von der Pulle soll Melanie trinken. Das Bier wurde durch Cola ersetzt. Es riecht aber trotzdem alles nach Bier. Hm, lecker Frühstückchen (denkt Melanie), schade, dass ich kein Bier mag.
Herbert und ich schauen uns zwischendurch immer wieder an. Den ganzen Tag werden wir unsere Rollen kaum verlassen. Den Ruhrpottdialekt, das Dumbe, das Gemächliche, all das behalten wir bei, auch in den Pausen. In einer der vielen kleinen Drehpäuschen treffen sich unsere Blicke, Herbert nimmt meine Hand, schaut mir tief in die Augen und fragt "Aber am Anfang war et doch Liebe, oder?" und Melanies Antwort lautet wie immer: "Von mir aus ja". Mit diesem und vielen anderen kleinen Sätzen schaffen wir unsere Verbindung miteinander, schwingen uns auf eine, zugegebenermaßen sehr skurrile, Beziehungsebene ein. Ich liebe es Melanie zu spielen. Überwiegend nur zu sein und kaum zu denken. Zu folgen und nicht zu entscheiden. Herbert wieder liebevoll zu mir: "Melli, haste auch an allet gedacht: Atmen, Kackn, Kippen?". Ich nicke ihm zu und bin glücklich, dass jemand mein Leben für mich durchdenkt.
Mittagessen. Ich suche mir irgendwas ohne Laktose zusammen. Brokkoli und Kartoffeln, immerhin. Nach der Nahrungsaufnahme nochmal auf die Toilette und weiter geht′s. Wir müssen uns beeilen. Eine Szene in der Herbert mit einer Schußwaffe vom Balkon zielt steht an. Der Aufnahmeleiter hat Angst. Wir drehen in einem sozialen Brennpunkt, Menschen könnten denken, es handle sich um eine echte Waffe. Schließlich sieht Herbert ja nicht gerade seriös aus. Die Polizei wird alamiert. Schon nach drei Minuten erscheinen zwei Beamte und überzeugen sich von der Waffenattrappe. Die Beamten konnten deshalb so schnell eintreffen, weil direkt in der Siedlung eine Polizeistation ansässig ist. Die Szene hat schnell geklappt, alle sind froh, dass es zu keinen Turbulenzen gekommen ist. Nun geht es Schlag auf Schlag. Szenen werden gestrichen und umgestellt, weil das Tageslicht immer schneller schwindet, um draußen noch viel drehen zu können.
18.35 Uhr. Das Set für meine Szene vor der Haustüre wird eingerichtet. Habe tierischen Hunger, finde ein paar Kekse in meiner Tasche, die kann ich essen. Stellprobe, mehrere Bierkästen stehen nebeneinander. Melanie soll mit Zigarette im Mund auf ihnen sitzen und dann schlafend auf die Kästen fallen. Aua, das tut weh. Die Requisite versucht alles was geht, um mir ein Polster zu basteln, das man in der Kamera nicht erkennt. Sie stopfen Chipstüten in Plastiktüten und schaffen dadurch eine Art Kissen. Ok, der Kopf ist gerettet. Wir drehen die Szene in zig verschiedenen Einstellungen. Mein Oberschenkel schmerzt, die Flaschenhälse brennen sich in mein Fleisch. Das Team wirft mir bemitleidenswerte Blicke zu. Der Regiesseur fragt: "Kannst du noch?" "Klar" lautet meine Antwort. Ein Requisiteur klettert auf einen ca. zehn Meter hohen Balken über mir und soll Wasser neben meinen Kopf kippen. Diese Szene kann nur einmal gedreht werden, sonst fällt die Wasserpfütze auf dem Boden auf.
Die gesamte Fallszene wird noch ca. sieben Mal mit Komparsen gedreht. Mit allen Proben zusammen falle ich ca. 27 Mal auf Flaschenhälse und Kisten. Der Kollege aus der Requisite ist ein "alter Hase". Mit der nötigen Konzentration und in aller Ruhe kippt er das Wasser exakt auf die Stelle wo es hin muss und das alles auch noch im richtigen Timing. Es ist toll Kollegen zuzuschauen, die ihre Arbeit gut machen wollen und Freude dabei haben. Die Szene ist abgedreht, Drehschluss. Das Team klatscht anerkennend (das macht man so, wenn ein Darsteller für eine Szene einiges an sichtbaren, körperlichen Strapazen auf sich nehmen musste)
Zwei Tage später sehe ich, wie sich ein riesenhafter Bluterguss über meinen gesamten rechten Oberschenkel und kompletten Oberarm erstreckt. Oh ha! Beim Drehen kommen die richtigen Schmerzen immer erst hinterher. Egal, Melanie und Herbert fehlen mir schon jetzt, ich freue mich wenn es beim nächsten Mal wieder heißt: "Aber am Anfang war et doch Liebe, oder?"
Sky integriert vier HD-Sender in das Einstiegspaket Sky Welt Ab dem 06. Oktober enthält das Paket die Kanäle Discovery HD, National Geographic HD, History HD sowie Eurosport HD, die automatisch freigeschaltet werden, für weiterhin monatlich 16,90 EUR.
Weitere Sendung: Andrack macht für den SR seinen Führerschein Für das neue Format sieht der 45-Jährige verschiedene interessante Ansätze. Außerdem konnte er im Gegensatz zu Günther Jauch oder Stefan Raab keine langen Entscheidungswege bei der ARD erkennen.
Birte Karalus wird Moderatorin des VOX-Magazins "auto mobil" Der bisherige Moderator Peter Stützer verlässt das Format in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Allerdings werden beide zusammen noch bis zum Jahresende durch die Sendung führen.
Daytime. Der Frauensender sixx nimmt Mitte Oktober leichte Änderungen an seinem Programm in der Daytime vor. Die US-Talkshow mit Oprah Winfrey läuft dadurch ab dem 18. Oktober 2010 neben den Sendeplätzen im späten Abendprogramm auch werktäglich um 13:50 Uhr vor der weiteren US-Reihe "Die Rachael Ray Show", die zukünftig erst gegen 14:30 Uhr ausgestrahlt wird. Die bisher um diese Uhrzeit gezeigte Doku-Soap "Besser Essen - leben leicht gemacht" wird ab Mitte Oktober nur noch im Frühprogramm von sixx laufen.
Neuheit. Kurz vor der neuen Saison der UEFA Champions League und der UEFA Europa League startet der Münchner Bezahlsender Sky den neuen Service "Match Tracker". Damit können Fußballfans für 1,59 EUR pro Spiel Videoclips wenige Minuten nach den Ereignissen auf dem iPhone oder dem IPod Touch abrufen. Für alle User der App sind zusätzlich aktuelle News, Ergebnisse, Tabellen und Spielstände während der gesamten Saison kostenlos zugänglich.