In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sportbund ist ein öffentlich-rechtlicher Kanal für bisher unterrepräsentierte Sportarten im Gespräch. Aber auch das DSF will mit dem DSB verhandeln.
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" prüfen ARD und ZDF den Start eines digitalen Sportkanals in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sportbund (DSB). Es gebe "ständige Gespräche" mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, sagte DSB-Präsident Manfred von Richthofen dem Magazin. Verhandlungsführer des DSB ist laut "Focus" der ehemalige SFB-Intendant Günther von Lojewski. Er wolle die Finanzierung des Sportkanals "gebührenneutral" gestalten. Das soll dadurch erreicht werden, dass die einzelnen Sportverbände Produktionskostenzuschüsse beisteuern. Außerdem wären auch Sponsoring-Einnahmen möglich.
Für das ZDF ist das Thema allerdings im Moment "nicht aktuell", was wohl an der heftig geführten Diskussion über Zweck und Anzahl der öffentlich-rechtlichen Programme liegen dürfte.
Der DSB-Hauptausschuss will "Focus" zufolge in Kürze an die Politiker in den Bundesländern appellieren, etwa zehn Cent der monatlichen Rundfunkgebühr in die Finanzierung eines solchen TV-Kanals fließen zu lassen.
Aber auch DSF-Geschäftsführer Rainer Hüther will den Deutschen Sportbund nicht verprellen. Nachdem der kommerzielle Sportkanal in letzter Zeit immer mehr auf den Quotenbringer Fußball sowie Call-In-Shows und Erotikclips gesetzt hatte, bot er dem DSB nun "ein regelmäßiges umfangreiches Programmfenster" für andere Sportarten in seinem Sender an.
Quelle: Focus
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