Der Kölner Sender mietet für seine neun "Lokalzeit"-Versionen einen digitalen Astra-Transponder an. Ob sich auch Kabelzuschauer künftig durch die Regionen zappen können, ist noch offen.
Mit seinen neun verschiedenen "Lokalzeiten" um 19:30 Uhr will der WDR besonders nahe am Zuschauer und seiner Region sein. Von Montag bis Samstag senden die neun Studios in Köln, Düsseldorf, Aachen, Essen, Dortmund, Wuppertal, Münster, Bielefeld und Siegen eine halbe Stunde Nachrichten und Berichte aus ihrer Region. Zuschauer mit Satellitenempfang konnten bislang nur alle neun Wochen die "richtige" Lokalzeit sehen. Aus technischen Gründen war es bisher nicht möglich, via Satellit die neun "Lokalzeiten" gleichzeitig auszustrahlen: Der analoge Transponder eines Satelliten kann nur ein Fernsehprogramm übertragen und nicht wie ein terrestrisches Sendernetz auseinandergeschaltet werden. Deshalb wechseln sich die neun "Lokalzeiten" im wöchentlichen Turnus ab.
Mit der neuen digitalen Technik wird es jetzt möglich, alle "Lokalzeiten" parallel zu senden. Jeder Zuschauer kann sich dann aus dem Bouquet der neun "Lokalzeiten" die gewünschte heraussuchen. Der WDR nimmt am 7. Januar 2004 einen digitalen Transponder in Betrieb und will so den Menschen in NRW, darüber hinaus im Bundesgebiet und in ganz Europa die Möglichkeit geben, ihre "Lokalzeit" via Satellit digital empfangen zu können. Auch die zusätzlichen 20-minütigen Fensterprogramme für Dortmund und Köln, die Montags bis Freitags um 17:45 Uhr laufen, sollen verfügbar sein. In der übrigen Zeit wird auf dem Transponder nur das reguläre WDR-Fernsehprogramm ausgestrahlt.
Zum Empfang der Fensterprogramme wird ein digitaler Satellitenempfänger benötigt, der über eine Satellitenschüssel mit den ASTRA- Satelliten (19,2 Grad Ost) verbunden ist. Die Programme befinden sich auf Transponder 101 mit der Frequenz 12,421 GHz und auf horizontaler Polarisation.
Unklar ist noch, ob das digitale WDR-Regionalbouquet auch ins Netz des nordrhein-westfälischen Kabelbetreibers ish eingespeist wird. ish-Pressesprecherin Eva Krüger sagte auf Anfrage von TVmatrix, ihr Unternehmen habe bisher vom WDR keine Informationen über einen zusätzlichen Kanal erhalten, der über das bisherige ARD-Digitalpaket hinausgehe.
Quelle: WDR, ish
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